
(Berlin, 15.01.2012) Wie für viele linke Politiker gehört es auch für mich zu einer Selbstverständlichkeit, im Januar zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, nach Berlin-Friedrichsfelde zu fahren. Meine Genossinnen und Genossen aus Prenzlau saßen bereits im Zug, als ich in Chorin einstieg. Die LINKEN aus Schwedt und Angermünder machten sich etwas später auf den Weg. Immer wieder Gefährten treffend, gingen wir vorbei an den Informationsständen der vielen antifaschistisch-linken Parteien und Vereinigungen, erwarben rote Nelken und versorgten uns mit warmen Speisen und Getränken. So zog ich mit vielen Gleichgesinnten zur Gedenkstätte der Sozialisten,um meine Blumen, stellvertretend für die unzähligen ermordeten Kämpfer gegen Krieg und Unterdrückung in aller Welt, am Gedenkstein unserer Arbeiterführer abzulegen. Es ist für mich immer wieder sehr bedrückend, aber auch bestärkend, zu begreifen, mit welcher Standhaftigkeit unsere Genossinnen und Genossen für Ideen Gefängnis, Folter und Tod in Kauf genommen haben. Ich wünsche mir in unserem täglichen Kampf gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung mehr von der Einigkeit, die ich diesem Tag deutlich spüren konnte.
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