Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 058 (Uckermark-Barnim I)
Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und im Petitionsausschuss

Eigentlich ist doch alles schon vorbei, könnte man angesichts des zurückgegangenen Hochwassers in Schwedter Gärten und Kellern sagen. Aber die letzten beiden Jahre mit höherem Regenaufkommen lassen uns wissen, dass der Glaube „Mit der entsprechenden Technik kann der Mensch die Natur bezwingen“, ein Irrglaube sein kann. Welche ständige Kontrolle und Beobachtung der Situation nötig ist, zeigte mir der Geschäftsführer des Wasser und Bodenverbandes Welse, Karsten Stornowski.
Um auch in den nächsten Jahren die geliebte Parzelle nutzen zu können, muss bei zu hohem Wasserstand ständig gepumpt werden. Ein Kostenaufwand, der nicht auf Ewigkeiten betrieben werden sollte. Im Zuge des demographischen Wandels, so hofft Stornowski, werden auch die risikobehafteten Gartenanlagen immer weniger genutzt. Hier sieht er vor allem die Gartenvereine, als lenkende Kraft, in der Pflicht. Zum Jahresende rechnet er mit einem unabhängigen Fachgutachten, welches als zusätzliches Arbeitspapier genutzt werden kann.
Wenn auch dieses konkrete Thema im Mittelpunkt meines Besuches stand, war doch die bemerkenswerte Arbeit dieses Verbandes eigentlicher Auslöser. „Im Einklang mit der Natur“ – das ist hier keine Floskel. Auf der Grundlage des Brandenburgischen Gesetzes zur Erhaltung und Verbesserung des Wasserhaushaltes, ist nicht vordergründig die Ableitung, sondern die Regulierung des vorhandenen Wassers, das wichtigste Anliegen des Verbandes. Dabei sind manche Fehler der Vergangenheit, wie die Missachtung des natürlichen Verlaufes der alten Oderarme, leider nicht mehr zu regenerieren.
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