10.01.2012 In der Uckermark unterwegs

In der bundesdeutschen Politik geht es zum Jahresbeginn scheinbar nur um Herrn Wullf und – zur Abwechslung oder Ablenkung – um die Finanztransaktionssteuer, die wir LINKE schon lange fordern.

Ich dagegen habe am 10.01.2012 meine ersten Wahlkreistermine in der Uckermark wahrgenommen.

Zunächst erläuterte mir die Koordinatorin des vor gut fünf Jahren gegründeten Uckermärkischen Hospizvereins, Frau Brinkoch, die Entstehungsgeschichte und die Arbeitsweise des Vereins. Sie sprach vom Engagement der 28 ehrenamtlichen Sterbe-Begleiterinnen und -Begleiter und den schwierigen Bedingungen ihrer Arbeit in unserer weitläufigen Uckermark. Eine breitere Öffentlichkeit herzustellen ist gegenwärtig eine wichtige Aufgabe, um das Ansinnen des Hospizvereins, „schwerkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen in der Phase des Abschiedsund der Trauer nicht allein zu lassen“, bekannter zu machen. Damit wird die Nutzung dieser Betreuung „in gewohnter Umgebung, in Würde und Selbstbestimmung“ mehr zur Selbstverständlichkeit und zur wirklichen Unterstützung in der Familie. Oft werden die Menschen durch die „Spendendosen-Aktionen“ in den Geschäften darauf aufmerksam, dass nun auch in der Uckermark ein Hospizverein arbeitet. Was die Arbeit des Vereins unterstützt, erfährt man auf Informationsveranstaltungen oder auch im Internet unter www.hospizverein-uckermark.de

Am Nachmittag informierte mich Herr Keßner über die vielfältigen Angebote des Familienzentrums „Lord Power Kids“ im ehemaligen Parkhotel Prenzlau. In der öffentlichen Wahrnehmung liegt der Schwerpunkt der Angebote auf der Gestaltung und Vorführung von Theaterstücken durch Kinder – für Kinder. Aber es ist viel mehr, was da aus einer ehemaligen Elterninitiative entstanden ist. Zu nennen sind die Kindersuppenküche, das Hilfsangebot bei Lern- und Hausaufgaben oder das große Sommerlager. Die Angebote können kostenfrei, für einen symbolischen oder kostendeckenden Obolus wahrgenommen werden. Bis zu 170 Kinder und Jugendliche treffen sich wöchentlich hier. Nach wie vor werden die verschiedenen Aktivitäten zu fast 2/3, also von bis zu 50 „Ehrenamtlichen“ betreut und zu einem beachtlichen Anteil von privaten Spenden unterstützt. Unterstützung wünschen sie sich jetzt bei der Erstellung und Bearbeitung von Anträgen an Ämter und Behörden. Wer also mit entsprechenden Schreiben und Formularen umgehen kann und möchte, ist dort gern gesehen. Informationen und Kontakte gibt es unter www.lpk-pz.de.

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