1. Mai 2012 – „Von Arbeit Leben (können)“

… das war das große Motto der Veranstaltung zum 1. Mai in Eberswalde, an der ich teilgenommen habe.  Nachdem die Gewerkschaft eine zentrale Veranstaltung, wie in den Vorjahren, abgesagt hatte, entschlossen sich die LINKE Eberswalde und der örtliche Arbeitslosenverband, selbst eine Veranstaltung durchzuführen. Die Teilnehmerzahl an diesem sonnigen Nachmittag war jedoch überschaubar.

Das Thema der Diskussion ist aktueller denn je. Gerade Brandenburg wurde in den letzten Jahren als Billiglohnland beworben – auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die trotz eines Vollzeitjobs ihren Lohn aufstocken lassen müssen – und auf Kosten der Sozialversicherung, also der Gemeinschaft, die diese Aufstockungsleistungen bezahlt.

Die Arbeitsmarktpolitik der schwarz-gelben Regierung begünstigt den Anstieg von Teilzeitarbeit und 400-Euro-Jobs, was sich nicht nur auf die aktuelle Lebenssituation der Erwerbstätigen auswirkt, sondern auch bedeutet, dass viele Menschen nach ihrem Erwerbsleben auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen sein werden, weil die Rente nicht zum Überleben reicht. Das ist menschenunwürdig und muss geändert werden.

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