Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 058 (Uckermark-Barnim I)
Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und im Petitionsausschuss

(Berlin,27.09.2011) Die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die Umwelt- und Naturschutzpionierin Afrikas, ist am 25.09.2011 mit 71 Jahren an einer Krebserkrankung gestorben.
Seit 1977 kämpfte sie gegen die Abholzung der Wälder in Kenia und pflanzte mit anderen Frauen seither etwa 30 Millionen Bäume. Sie kämpfte aber auch für die Rechte der Frauen und für Meinungsfreiheit in ihrem Land.
„Eine faszinierende und starke Frau, die viel erreicht hat für ihr Land. Ihr Tod ist nicht nur ein Verlust für Afrika, es ist auch ein Verlust für uns alle“, sagt die Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE., Sabine Stüber, und ergänzt: „Sie war eine Vorreiterin im Kampf gegen die Zerstörung der Wälder in ihrer Heimat, aber sie war auch die Begründerin der afrikanischen Frauenbewegung. Und sie war Politikerin, die sich trotz aller Repressalien und Rückschläge nie entmutigen ließ. Ich verehre sie sehr.“
Hintergrund:
- Sie erhielt als erste Frau Afrikas 1971 den Doktortitel an der Universität von Nairobi;
- 1977 gründete sie in Kenia das Green Belt Movement (Grüner Gürtel) gegen die Abholzung der Wälder und für die Anpflanzung von Bäumen zur Verminderung der Bodenerosion und zur nachhaltigen Versorgung der armen Bevölkerungsschichten mit Brennholz. Die jahrelange Rodung der kenianischen Wälder hatte zu schlechter Bodenqualität und zu einem Mangel an frischem Wasser und Feuerholz geführt. Sie lehrte als Biologin die Frauen, Samen zu suchen, Brunnen zu graben und ihre Setzlinge vor Tieren und Menschen zu schützen;
- Wangari Maathai erhielt zahlreiche Auszeichnungen: 1983 den Alternativen Nobelpreis, 1983 den Woman of the Year Award, 1989 den Woman of the World Award sowie 1991 den Afrika-Preis, 2004 den Friedens-Nobelpreis.
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