Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 058 (Uckermark-Barnim I)
Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und im Petitionsausschuss

Yasuni-Nationalpark – Der Idee, Öl kann im Boden bleiben, trotz FDP-Blockade einen Schritt näher

(Berlin, 16.12.2011) Am 12. Dezember teilte die Sprecherin der Yasuni-Initiative, Ivonne Baki, der Öffentlichkeit mit, dass die erste Hürde für das ecuadorianische Projekt zur Rettung des Regenwaldes im Yasuni-Nationalpark – Öl im Boden lassen –erfolgreich genommen werden konnte. Die Weltgemeinschaft hat für den ITT-Fonds 100 Millionen US-Dollar zugesagt. Damit ist das Ziel für das Jahr 2011 erreicht. Die letzten Zusage von 1,2 Millionen US-Dollar kam von der wallonischen Regionalregierung in Belgien und auch Deutschland stellt nun doch Gelder bereit. Über die Höhe wurden keine Angaben gemacht.

„Ich kann auch nicht sagen, wie viel Geld Deutschland zum Erhalt des Yasuni-Regenwaldes beisteuert. Das spielt im Moment auch keine Rolle. Wichtig ist einfach, dass Deutschland seine Zusagen einhält. Darum haben wir als Umweltleute gemeinsam mit den Kollegen aus dem Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit fraktionsübergreifend in den letzten Monaten gerungen, und ich bin sehr froh, dass wir jetzt an diesem Etappenziel stehen“, sagt Sabine Stüber, Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE. Sie fährt fort: „Das ist nicht selbstverständlich, denn der FDP-Entwicklungsminister Dirk Niebel wollte das Projekt sehr gerne kippen. Dafür wollte er sogar den Beschluss des Bundestags zur Unterstützung der Yasuni-Initiative aushebeln. Wieder so eine FDP-Eskapade, die nicht nur international peinlich ist, sondern uns als Abgeordnete auch Zeit und Kraft kostet, die wir gerne anders einsetzen würden.“

Insgesamt sollen, nach dem Konzept der ITT-Initiative, 3,6 Milliarden Dollar in den von der UNO verwalteten Treuhandfonds eingezahlt werden. Das sind etwa 50 Prozent der Gelder, die von Ecuador bei Förderung des Öls unter dem Yasuni-Nationalpark erlöst werden könnten. Die Gelder sollen für nachhaltige Entwicklungsprojekte in Ecuador eingesetzt werden.

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisiertem Spam vorzubeugen.