Direkt gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 058 (Uckermark-Barnim I)
Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und im Petitionsausschuss

Keine guten Nachrichten von unseren Feuchtgebieten und Mooren – entwässert, abgetorft, verbaut, geschunden
Der 2. Februar wurde 1997 von der UNESCO als Welttag der Feuchtgebiete festgelegt. Es sind vor allem unsere Auen mit ihren Feuchwiesen, Bruch- und Auwäldern und es sind die Moore, für deren unschätzbaren Wert die öffentliche Aufmerksamkeit an diesem Tag geschärft werden soll. Eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren sind vom Wasserüberschuss dieses Lebensraums abhängig. Feuchtgebiete sind für die biologische Vielfalt, den Hochwasserschutz und auch den Klimaschutz von großer Bedeutung. So speichern Moore zum Beispiel eine große Menge an Kohlendioxid.
„Bei dem häufigen Wechsel der Extreme zwischen Hochwasser und Trockenheit, so wie wir das in den letzten Jahren erlebten, können Feuchtgebiete hilfreich sein“, meint die Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Sabine Stüber. „Lassen wir ausreichend viele Auen und Moore zu, schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe. Für viele Tier- und Pflanzenarten sind sie ein perfekter Lebensraum, bei Hochwasser haben die Gewässer Platz, ohne großen materiellen Schaden zu verursachen und bei Trockenheit halten Feuchtgebiete das Wasser in der Landschaft.“
1971 wurde die Ramsar-Vereinbarung (Übereinkommen zum Schutz der Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung) in der iranischen Stadt Ramsar unterzeichnet. In der heutigen Bilanz sind allein in Deutschland 95% aller Moore entwässert und durch intensive Nutzung zerstört. Für die Flussauen sieht es kaum besser aus. Sie sind zusätzlich oft noch durch Ansiedlungen verbaut. Langfristig geht es darum, wieder mehr naturnahe Flüsse mit ihren Auen als Überflutungsfläche bei Hochwasser, als Filter und für die Grundwasserneubildung zu entwickeln. Moore müssen in Größenordnungen renaturiert werden, damit sie wieder Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehem können.
Die Bundesregierung sollte dafür noch in dieser Legislatur die gesetzlichen Weichen stellen.
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