Tschernobyl – so nah wie vor 26 Jahren

(Berlin, 25.04.2012) Die Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl – jeder 26. April ist ein Tag des Gedenkens vor allem an das Leid der Opfer und die radioaktive Verseuchung der Umwelt in Bjelorussia. Aber auch immer wieder ein Tag, um sich vor Augen zu führen, dass der Mensch die Atomtechnologie nicht beherrschen kann. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, die Beispiele mehren sich. Erst im letzten Jahr kam Fukushima dazu.

Die Bundestagsabgeordnete Sabine Stüber (DIE LINKE) sagt: „Es ist so unglaublich, das immer noch Atomkraftwerke geplant und gebaut werden. Neben dem Risiko eines Betriebsunfalls bleibt noch der hochradioaktiven Müll, von dem kein Mensch weiß, wohin damit. Auf der ganzen Welt gibt es bisher kein Endlager, dass wirklich sicher ist. Und in Deutschland ist das immer noch ein Stochern im Nebel.“

In Schwedt an der Oder engagieren sich besonders viele Menschen gegen die Nutzung der Atomkraft. Hier fand im Gedenken an die Opfer von Tschernobyl am 23. April ein Aktionstag statt, organisiert von Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) und Atomkraftfrei leben in der Uckermark (AFLUM). Zu Gast waren Zeitzeugen und Helfer, die 1986 vor Ort ihr Leben aufs Spiel setzten, um die atomare Katastrophe einzudämmen.

Dazu Sabine Stüber: „Ich habe die Delegation aus Minsk und Gomel gesprochen. Ihre größte Sorge gilt, bei all dem eigenen erlittenen Leid, den kommenden Generationen. Sie erleben jetzt die gesundheitlichen Folgen bei der Enkelgeneration, und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Ich bin froh, dass durch SODI aus unserer Region immer wieder ganz konkrete medizinische Hilfe und Erholungsaufenthalte für krebskranke Kinder organisiert werden.“

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisiertem Spam vorzubeugen.